Problem 120 aus dem Igo Hatsuyoron
von Inoue Dosetsu Inseki (1646 - 1719)



Schwarz zieht und gewinnt
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Inhalt

 Worum es bei diesem Problem wirklich geht.

 Highlights (unsere Schlüssel-Ergebnisse; dringend empfohlen für einen besseren Überblick). DIESE SEITE.

 Hauptpfad der "offiziellen" Lösung im Detail.
 Tabelle "Hauptpfad" (Zusammenfassung der Varianten des Hauptpfades).
 Tabelle "Das zweite Einwerfen" (Zusammenfassung der Ergebnisse unserer Untersuchungen).
 Verschiedene Fragen aus dem Jahr 2007 (= der Weg zum Guzumi).
 Varianten des Hauptpfades im Detail.
 Varianten nach dem zweiten Einwerfen im Detail.
 Untersuchungen zu dem Zug, der das Problem vielleicht löst.
 ZEIT - was Professionals und Amateure trennt (oder sie verbindet ?).




Highlights

Die Darstellung auf dieser Webseite ist mit dem Fortschritt unserer Untersuchungen gewachsen und inzwischen wohl etwas komplex und damit auch unübersichtlich geworden. Da eine grundsätzliche Überarbeitung sehr aufwändig wäre, haben wir eine Zusammenfassung unserer wesentlichen Ergebnisse erstellt und zusätzlich jedem Kapitel eine eigene Seite gegeben.

Wir stellen unsere Erkenntnisse in der zeitlichen Reihenfolge dar.

Das Bild oben zeigt die von uns gefundenen Schlüsselzüge.
Diejenigen auf der linken Seite (Weiß 134 and 142 - Weiß gewinnt !) sind professionell abgesichert.
Von den Varianten nach den Zügen auf der rechten Seite (insbesondere nach Schwarz 67) sind bislang hingegen nur einige wenige von Profis überprüft worden.

2005 Joachims Oki gewinnt das Problem für Weiß.
2007 Yamada Shinjis Tsuke bringt einen weiteren Punkt für Weiß.
Das 2. Einwerfen scheint doch möglich zu sein.
Mein Guzumi gewinnt das Problem wieder für Schwarz.
2008 Zwei Pfade nach dem Guzumi.
2009 Ein weiterer Pfad nach dem Guzumi.
Harrys Hasami-Tsuke bringt Schwarz einen weiteren Punkt.
Nach der Kreuzschnitt-Sequenz ist das Guzumi nicht mehr möglich.
2010 Der Varianten-Baum nach dem Guzumi entsteht.
Wenn Weiß nach dem Guzumi Schwarz zu zwei Augen rechts oben zwingt.
Wenn Schwarz die gesamte linke Seite fängt.
2011 Die korrekte Reihenfolge der Züge in der rechten oberen Ecke nach Weiß 66.
Yamadas Tsuke oben links ist immer möglich, wenn dem Hauptpfad gefolgt wird.
Q16 wäre besser für Weiß als N13, wenn dem Hauptpfad nach dem Guzumi gefolgt wird.
Der Varianten-Baum nach dem schwarzen Guzumi 67.
Über die Reduzierung der weißen rechten oberen Ecke.
Unsere aktuelle Lösung.
Das Guzumi gibt Schwarz Wahlmöglichkeiten.
Ein neuer Typ von Seki.
2005

Inhalt:

Joachims Oki gewinnt das Problem für Weiß.


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Joachims Oki gewinnt das Problem für Weiß.



Dia. 05.1: "Joachims Oki mit W 134"

Die Deutsche Go-Zeitung berichtet über Joachim Meinhardts Erkenntnis, dass Weiß mit dem Einwerfen auf 134 gewinnen kann. Gegenüber der "offiziellen" Lösung verliert Schwarz einen Stein ...

Dia. 05.2: "Das Ende der "offiziellen" Lösung"

...und drei Punkte Gebiet, was aus einem S +3 ein W +1 macht.

[ zur Abfolge ]

STATUS: Joachims Zug als stärkster weißer Widerstand ist von Profis als korrekt festgestellt worden !
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2007

Inhalt:

Yamada Shinjis Tsuke bringt einen weiteren Punkt für Weiß.
Das 2. Einwerfen scheint doch möglich zu sein.
Mein Guzumi gewinnt das Problem wieder für Schwarz.


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Yamada Shinjis Tsuke bringt einen weiteren Punkt für Weiß.



Dia. 07.1: "Yamada Shinji's Tsuke und das "normale" Atari"

Yamada Shinji 4p beschäftigt sich Dank Benjamin Teuber 6d während eines Aufenthalts in Korea mit dem Problem. Da die weißen Steine am linken Rand nun sicher leben, ist das Tsuke mit 142 möglich, das Weiß einen weiteren Punkt gegenüber der "offiziellen" Variante beschert.

Ergibt Weiß +2.

[ zur Abfolge ]

Ergänzung 2011:
Yamadas Tsuke kann auch schon früher gespielt werden, siehe [ hier. ]
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Das 2. Einwerfen scheint doch möglich zu sein.



Dia. 07.2: "Das zweite Einwerfen mit S 19"

In Deutschland stellen sich zwei Amateur-Kyu die Frage, warum in der Startfolge des Problems das zweite Einwerfen mit Schwarz 19 nicht möglich sein soll. Das in den Kommentaren erwähnte Semeai, für das dieser Zug schädlich sein soll, kann von uns nicht ermittelt werden.

Dieser Zug hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Schwarz steht einen Punkt besser als ohne, wenn das Seki rechts unten aufgelöst wird, denn Weiß hat den Stein 20 ins dann schwarze Gebiet gestellt. Bleibt das Seki hingegen bestehen, war das zweite Einwerfen ein verlorener Punkt. Wird die Gruppe rechts oben vom Brett genommen, ergibt sich ein Vorteil von zwei Punkten, denn Schwarz wird dann keinen weiteren Stein mehr opfern.

[ zur Abfolge ]
[ zur Erläuterung dazu ]

Zur klaren Unterscheidung von der "offiziellen" Lösung werden hier alle unsere Amateur-Versuche nach diesem zweiten Einwerfen dargestellt.

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Mein Guzumi gewinnt das Problem wieder für Schwarz.



Dia. 07.3: "Meine Idee für "schlechte Form""

Ende des Jahres beschäftige ich mich intensiv mit der Frage, wo und wie Schwarz das weiße Gebiet um mindestens drei Punkte reduzieren könnte, um doch noch zu gewinnen. Denkbar ist das nur in der oberen rechten Ecke und auch nur mit einem Zug, der der schwarzen Gruppe keine Freiheit nimmt.

Die Variante zu S 99 im Hauptpfad kann als Beispiel dafür dienen, was passiert, wenn sich Schwarz die weitere Reduzierung der weißen Ecke mit einem Verlust an Freiheiten erkauft.

Die "Schlechte Form" mit 67 verhindert, dass Weiß in dieser Gegend Gebiet bekommt. Im Umfeld hat Schwarz nunmehr fünf Freiheiten, außerdem die Option auf zwei Augen.

Einziger Nachteil dieses Zuges: Er ist Nachhand!

Ansonsten käme Schwarz von W +2 damit auf S +1.

[ zur Abfolge ]

STATUS: Dieser "schlechte Form"-Zug (der unserer Ansicht nach zu einem schwarzen Sieg führt) hat bislang einige professionelle Bemühungen überstanden.
Jedoch verbleiben noch sehr viele komplizierte Varianten übrig, die nur durch Amateure untersucht wurden.


Meine allerersten Versuche mit diesem Zug waren bei 93, zu diesem späten Zeitpunkt funktioniert er jedoch nicht mehr.

[ zur Frage dazu ]
[ zur Abfolge ]

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2008

Inhalt:

Zwei Pfade nach dem Guzumi.


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Zwei Pfade nach dem Guzumi.



Dia. 08.1: "Folgezüge für Weiß"

Weiß hat nun mehrere Optionen, von denen zum Zeitpunkt dieses Eintrags nur einige näher untersucht waren.

Weiß M nimmt Schwarz sofort die Möglichkeit zu zwei Augen rechts oben. Die weitere Zugfolge lehnt sich an den Hauptpfad an.

Weiß L bedrängt zunächst die schwarzen Steine links.

Von den Zügen in der oberen linken Ecke, die Schwarz dazu zwingen, sofort zwei Augen für seine Gruppe rechts oben zu bauen, scheint Weiß F am stärksten zu sein. Unsere erste Idee dazu war H, diese scheint für Weiß jedoch nicht so gut zu funktionieren.

Unsere erste Idee links oben war H, diese scheint für Weiß jedoch nicht zu funktionieren.

[ zur Untersuchung ]

STATUS: M, F: Yoon Young-Sun 5p half uns freundlicherweise bei einigen Varianten. Viele Ideen von Amateuren sind noch offen. A - E, G - L: Untersuchungen fanden bislang nur auf Amateur-Niveau statt.
Bis jetzt haben wir keinen Sieg für Weiß gefunden.


Ergänzung 2011:
Eine aktuelle Einschätzung findet sich [ hier. ]


Auf dem Europäischen Go-Congress in Leksand versuche ich, dort anwesende Profis für das Problem zu begeistern, jedoch vergeblich. Offensichtlich haben Profis heutzutage wohl andere wichtigere Sachen im Kopf als klassische Go-Probleme.


Dia. 08.2: "Weiß nimmt sofort die Augen"

Weiß 68 = M.

Da Schwarz rechts oben nicht mehr leben kann, geht es anschließend in der Mitte und links ähnlich weiter wie im Hauptpfad der "normalen" Lösung. Unserer amateurhaften Einschätzung nach gewinnt Schwarz knapp.

Es könnte eine Zugumstellung resultieren zu unseren Untersuchungen, wenn Schwarz 67 erst später mit 93 spielt und Weiß dann die friedliche Variante wählt.

[ zur Abfolge ]



Dia. 08.3: "Weiß spielt zuerst auf der linken Seite"

Weiß 68 = L.

Nach dieser weißen Antwort, bei der Schwarz ebenfalls rechts oben zwei Augen machen muss und nicht dem Hauptpfad folgen darf, gewinnt Schwarz unserer Meinung nach.

Varianten hiernach sind im Kapitel "Untersuchungen zu dem Zug, der das Problem vielleicht löst" dargestellt.
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2009

Inhalt:

Ein weiterer Pfad nach dem Guzumi.
Harrys Hasami-Tsuke bringt Schwarz einen weiteren Punkt.
Nach der Kreuzschnitt-Sequenz ist das Guzumi nicht mehr möglich.


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Ein weiterer Pfad nach dem Guzumi.



Dia. 09.1: "Weiß spielt in der linken oberen Ecke"

Weiß 68 = F.

Weiß 68 hier ist der Prototyp eines weißen Zuges, der Schwarz zwingt, für seine Gruppe rechts oben zwei Augen in Nachhand zu sichern.

Yoon Young-Sun 5p ist zum wiederholten Male so nett, uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ihrer Einschätzung nach sollte 68 am günstigsten für Weiß sein. Schwarz muss sich rechts mit 69 zwei Augen besorgen (da Weiß nun nicht mehr gezwungen werden kann, die 20 schwarzen Steine im temporären Hanezeki vom Brett zu nehmen), Weiß kann in der linken oberen Ecke weiter machen. Gleichwohl kann Weiß auch hier einen schwarzen Punktevorsprung am Ende vermutlich nicht verhindern.

 


Dia. 09.2: W 88 - W 100


 

Dia. 09.3: S 101 - S 135

 

Dia. 09.4: "Das Endergebnis"

Schwarz gewinnt mit 4 Punkten.
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Harrys Hasami-Tsuke bringt Schwarz einen weiteren Punkt.



Dia. 09.5:"Harry's Hasami-Tsuke rechts oben"

Harry Fearnley 2d aus Großbritannien stößt zu Joachim und mir dazu.

Er fragt sich (und damit uns) insbesondere, ob das Hasami-Tsuke mit 91 in der rechten oberen Ecke nicht möglich wäre. Ist es. Denn Schwarz kann es sich leisten (auch wenn er keine zwei Augen besitzt), den Stein nach einem weißen Atari anzubinden - im Gegensatz zu den "normalen" Abfolgen - denn A ist ein falsches Auge für Weiß und damit eine zusätzliche Freiheit für Schwarz. Gegenüber unserer alten Folge gewinnt Schwarz einen Punkt.

Schwarz 95 stammt von Yoon Sensei und eröffnet die Chance zu einem späteren Nachhand-Endspiel C (= 3 Punkte). Schwarz hat immer die Chance zur Vorhand B (= 1 Punkt).
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Nach der Kreuzschnitt-Sequenz ist das Guzumi nicht mehr möglich.



Dia. 09.6: ""Schlechte Form" ein paar Züge später"

Harry hatte noch die Idee, vor dem "Schlechte-Form-Zug" noch in der "normalen" Abfolge etwas weiter zu machen, nämlich bis Weiß 74.



Dia. 09.7: W 76 - W 100

Spielt Weiß 76 auf 88, so kehren wir zum "offiziellen" Weg zurück mit dem Unterschied, dass Schwarz diverse weiße Punkte gestohlen hat. Bedient sich Weiß jedoch mit 76 wie in diesem Diagramm auf der linken Seite, so muss sich Schwarz rechts oben um zwei Augen kümmern. Es geht ungefähr so weiter wie links dargestellt.

 

Dia. 09.8: S 101 - S 135

Hier wird es jedoch eng für Schwarz, denn unsere Versuche dazu endeten mit ...

Dia. 09.9: "Das Endergebnis"

... Jigo.

Folglich kann sich Schwarz das zweite Einwerfen an markierter Stelle doch nicht mehr leisten, ohne dieses resultiert ein knappes S +1.

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2010

Inhalt:

Der Varianten-Baum nach dem Guzumi entsteht.
Wenn Weiß nach dem Guzumi Schwarz zu zwei Augen rechts oben zwingt.
Wenn Schwarz die gesamte linke Seite fängt.


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Der Varianten-Baum nach dem Guzumi entsteht.



Dia. 10.1: "Weiße Möglichkeiten nach dem schwarzen Guzumi"

Im Juli 2010 haben wir diese Sammlung um die zweite Ausgabe von etwa 750 Varianten nach dem "schlechte-Form"-Zug ergänzt. Die erste Ausgabe (März 2010) von Varianten nach dem schwarzen Guzumi wurde etwas erweitert, einige Fehler wurden korrigiert.

Ergänzung 2011:
Inzwischen ist die Anzahl der Varianten auf über 1.000 gestiegen.


Wir bitten zu beachten, dass die Varianten lediglich auf Amateur Kyu Niveau erarbeitet wurden !
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Wenn Weiß nach dem Guzumi Schwarz zu zwei Augen rechts oben zwingt.



Dia. 10.2: "Eine weiße Vorhand in der linken oberen Ecke"

Ein Zug wie Weiß 1 in der linken oberen Ecke zwingt Schwarz, rechts zwei Augen in Nachhand zu bauen. Weiß könnte also mit einem weiteren Zug tiefer in die schwarze Ecke eindringen.
Allerdings hat dieser Zug nicht nur Vorteile, denn Schwarz kann jetzt seine Steine am linken Rand retten.

Dia. 10.3: "Ausgeglichen"

Das vorläufige Ergebnis ist erst einmal ausgeglichen. Schwarz hat 8 Punkte bekommen, Weiß besitzt jetzt das Potential für ebenfalls 8 Punkte im linken Zentrum.

Dia. 10.4: "Vergleich mit dem Hauptpfad"

Auch der Vergleich mit dem Hauptpfad sieht zunächst gar nicht so schlecht aus.

Weiß schlägt links im ersten Schritt 9 schwarze Steine.

Dia. 10.5: "Nakade am linken Rand"

Anschließend 5 Steine und 4 Steine, am Ende bleiben am linken Rand noch 5 Punkte Gebiet übrig. Zusammen genommen hat Weiß in der Nakade-Abfolge 22 Punkte bekommen.
Allerdings muss Weiß dann die schwarze Kette im Zentrum vom Brett nehmen. Und das kostet !

Anmerkung: Es sind nur Züge innerhalb des hellen Bereiches dargestellt.

Dia. 10.6: "Nach der Auflösung des Hanezeki"

Im unteren rechten Quadranten sieht das Endergebnis wie hier aus. Weiß hat 42 Punkte, Schwarz 68, also ist das Schlagen der Zentrumsgruppe für Weiß mit einem Nachteil von 26 Punkten verbunden.

Zusammen genommen enden Nakade-Sequenz links und Auflösung des Seki rechts mit einem Vorteil in Höhe von 4 Punkte für Schwarz.

Das würde dafür sprechen, auf diese Abfolgen lieber zu verzichten.

Dia. 10.7: "Das weiße Privileg beim Semeai"

Allerdings darf man die Punkte nicht unter den Tisch fallen lassen, die Weiß im Zuge der Besetzung der Freiheiten der großen schwarzen Gruppe rechts oben erhält. Deren Summe beläuft sich auf 12.

Es kostet Weiß also 12 - 4 = 8 Punkte, Schwarz rechts oben zum Leben zu zwingen.

Nachfolgend muss Weiß somit in der linken oberen Ecke mindestens 10 Punkte gegenüber der "normalen" Abfolge wett machen.
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Wenn Schwarz die gesamte linke Seite fängt.



Dia. 10.8: "Schwarz fängt die untere linke Seite"

In manchen Varianten läuft Weiß Gefahr, dass Schwarz mit dem Zug auf 1 alle weißen Steine am unteren linken Rand fängt. Schwarz hat hier jetzt etwa 20 Punkte mehr als "üblich", was Verluste in der linken oberen Ecke kompensieren könnte.
Ist die Schnittsequenz im Zentrum gespielt worden (wie hier dargestellt), so könnte Weiß gezwungen sein, die schwarzen Steine im Zentrum zu schlagen. Entweder könnten die markierten weißen Steine Teil eines Semeai geworden sind, das Weiß anders nicht gewinnen kann. Oder die weiße Gruppe am unteren Rand könnte von Schwarz noch auf ein Auge reduziert werden.
In diesem Fall kann Schwarz sogar den kompletten Verlust der linken oberen Ecke verschmerzen.

Dia. 10.9: "Nicht genug für Weiß"

Dargestellt ist das Ende einer beispielhaften Zugfolge. Die markierten schwarzen Steine werden als "tot" angenommen.
Weiß hat links oben 48 Punkte, im Zentrum und an unteren Rand 24 Punkte sowie rechts oben 10 Punkte, zusammen mit 26 Gefangenen ergibt das 108 Punkte.
Schwarz hat unten links 46 Punkte, rechts 32 Punkte sowie 36 Gefangene, zusammen ergibt das 114 Punkte.

Schwarz gewinnt mit 6 Punkten.
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2011

Inhalt:

Die korrekte Reihenfolge der Züge in der rechten oberen Ecke nach Weiß 66.
Yamadas Tsuke oben links ist immer möglich, wenn dem Hauptpfad gefolgt wird.
Q16 wäre besser für Weiß als N13, wenn dem Hauptpfad nach dem Guzumi gefolgt wird.
Der Varianten-Baum nach dem schwarzen Guzumi 67.
Über die Reduzierung der weißen rechten oberen Ecke.
Unsere aktuelle Lösung.
Das Guzumi gibt Schwarz Wahlmöglichkeiten.
Ein neuer Typ von Seki.


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Die korrekte Reihenfolge der Züge in der rechten oberen Ecke nach Weiß 66.



Dia. 11.1: "Drei wichtige Punkte rechts oben."

Nach dem weißen Zug auf 66 gibt es in der rechten oberen Ecke drei wichtige Punkte, das Guzumi A, das De (Durchstoßen) B und das Hasami-Tsuke C.

Wir haben uns intensiv damit auseinandergesetzt, welche die richtige Reihenfolge dieser Züge sein könnte.

Zusammenfassend denken wir nicht mehr, dass die Zugfolge, die wir bisher benutzt haben, korrekt war.

Dia. 11.2: "Die alte Zugfolge."

Bisher verwendete Reihenfolge: Guzumi > De > Hasami-Tsuke.

In der oberen rechten Ecke wird Weiß drei Punkte Gebiet bekommen.

Scheint Weiß die Option zu lassen, abzuweichen und dadurch einige Punkte gut zu machen.

Dia. 11.3: "Start mit dem Schieben."

De zuerst.

Schwarz kann zuerst mit 67 in das weiße Gebiet drücken. Das Hasami-Tsuke 69 und auch 71 sind dann ebenfalls Vorhand für zwei Augen. Im Anschluss an das Guzumi 73 geht es analog dem Hauptpfad weiter.

Dia. 11.4: "Start mit dem Guzumi."
Guzumi zuerst.

Es scheint für Schwarz weiterhin möglich zu sein, mit dem Guzumi 67 zu beginnen.

Jedoch muss Schwarz die Hasami-Tsuke-Abfolge vor dem Zug auf 75 spielen, mit dem er seine zwei Augen sichert, sollte Weiß mit Vorhand auf der linken Seite antworten.

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Dia. 11.5: "Weiß verhindert sofort zwei Augen."

Um die verschiedenen Varianten zu vergleichen, nehmen wir erst einmal an, dass Weiß sofort zwei Augen für Schwarz oben rechts verhindert, indem sie das Guzumi 67 mit 68 beantwortet.

Die Kreuzschnitt-Abfolge im Zentrum und die Nakade-Abfolge links werden folgen. Gewöhnlich fährt Weiß rechts oben dann mit 96 fort.

Dia. 11.6: "Eine weitere Option für Weiß."

Der schwarze Zug auf 1 beinhaltet die größte Folgedrohung, die drei weißen Steine mit einem Zug auf 2 zu fangen. Allerdings könnte Weiß genau auf diesem Punkt antworten, anstatt auf 3 zu blocken.

Das Ko nach Schwarz 7, Weiß 8 wird sich niemals zeigen.

Dia. 11.7: "Sollte Schwarz das Ko gewinnen."

Sollte Schwarz das Ko gewinnen, wird Weiß das Atari mit 8 decken. Rechts oben hat Weiß drei Punkte Gebiet, ebenso viel wie in der bislang verwendeten Zugreihenfolge.

Dia. 11.8: "Sollte Weiß das Ko gewinnen."
Sollte Weiß das Ko gewinnen, wird Schwarz nicht Atari geben, sondern wie im "offiziellen" Hauptpfad Sagari mit 7 spielen.

Weiß bekommt fünf Punkte Gebiet rechts oben, zwei Punkte mehr als im Diagramm zuvor.

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Dia. 11.9: "Schwarz macht zu früh zwei Augen."
Beantwortet Weiß das schwarze Guzumi z. B. mit 68 auf der linken Seite, dürfte der Augen bildende Zug auf 69 zu früh sein. Denn Weiß hat die Möglichkeit, auf 70 zu blocken und so das schwarze Hasami-Tsuke zu verhindern.

Mit der folgenden Abfolge, die nicht notwendig sofort gespielt wird, bekommt Weiß mindestens zwei Punkte Gebiet zusätzlich.

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Dia. 11.10: "Start mit dem Hasami-Tsuke."

Hasami-Tsuke zuerst.

Nach dem Hasami-Tsuke 67 muss Weiß ihren einzelnen Stein mit 68 retten. Kommt Schwarz zu einem Zug auf diesen Punkt, gibt es für Weiß keine Möglichkeiten mehr zu verhindern, dass Schwarz lokal zu zwei Augen kommt. Das De 69 kann Weiß überraschenderweise mit dem Hane 70 beantworten. Schwarz kann zwar noch das weiße Gebiet mit 71 und 73 reduzieren, später jedoch nicht mehr den Stein auf 67 anbinden.

Weiß gewinnt 4 Punkte gegenüber der korrekten Reihenfolge.


Dia. 11.11: "Schwarz verbindet sofort am Rand."
Es wäre von Schwarz auch nicht korrekt, bereits mit 69 am Rand zu verbinden, denn nun wird Weiß mit 70 blocken.

Es wird Schwarz nicht möglich sein, oben ein Auge zu bilden, somit wird Weiß in dieser Gegend sogar 5 zusätzliche Punkte bekommen und ein Jigo erreichen. Schwarz kann die beiden Steine rechts oben nicht anbinden.

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Yamadas Tsuke oben links ist immer möglich, wenn dem Hauptpfad gefolgt wird.



Dia. 11.21: "Nach dem letzten Oki links."

Gezeigt ist eine typische Stellung nach einer Abfolge, die an den "offiziellen" Hauptpfad angelehnt ist.

Nach dem letzten Einwerfen Schwarz 1 in das weiße Vier-Punkte-Auge links kann Weiß bereits jetzt das Tsuke 2 von Yamada Shinji spielen. Auch das weitere Endspiel ab Weiß 10 auf der linken Seite kann jetzt bereits gespielt werden. Anschließend wird sich Weiß für die Semeai-Variante mit A entscheiden und nicht mit B die schwarze Kette im Zentrum schlagen. Letztes ist aufgrund der vorherigen Reduktion des weißen Gebietes rechts oben nachteiliger.

Dia. 11.22: "Schwarz 3 ist nicht korrekt."

Schwarz kann sich nicht mit 3 wehren, denn nun wird Weiß doch mit 4 die schwarzen Steine im Zentrum schlagen.

Dia. 11.22: "S 5"

Nach der erzwungenen Zugfolge von Schwarz 5 ...

Dia. 11.22: "W 6 - W 10"

...

Dia. 11.23: "S 11 - S 34"
... bis Schwarz 13 folgt ab Weiß 14 das Seki von Yamada Shinji. Weiß gewinnt deutlich.

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Q16 wäre besser für Weiß als N13, wenn dem Hauptpfad nach dem Guzumi gefolgt wird.



Dia. 11.31: "Weiß blockt rechts oben."
Weiß kann mit 1 blocken und sechs zusätzliche Punkte in der rechten oberen Ecke sichern.

Also muss Schwarz die weiße Ecke rechts oben reduzieren, bevor er die Kreuzschnitt-Sequenz in der Mitte spielt.

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Der Varianten-Baum nach dem schwarzen Guzumi 67.



Dia. 11.41: "Die weißen Optionen nach dem Guzumi 67."

Zwischenzeitlich habe ich meinen Varianten-Baum nach dem schwarzen Guzumi auf 67 mehrfach überarbeitet, er enthält jetzt mehr als 1.000 Varianten. Aktuell ergibt sich folgendes Resümee:

Schwarz gewinnt mit 2 Punkten (gerechnet ohne das zweite Einwerfen).

Am günstigsten für Weiß ist der Pfad, der mit M beginnt. Dieser führt zu einer Abfolge, die dem "offiziellen" Hauptpfad nahe kommt (Kreuzschnitt-Abfolge im Zentrum, Nakade-Abfolge links, etc.).

Alle anderen Pfade enden komfortabel für Schwarz, die Ergebnisse liegen in einem Bereich ab ungefähr 7 Punkten aufwärts.

Ich bitte um Verständnis, dass die obigen neuen Erkenntnisse zur korrekten Reihenfolge der Züge in der rechten oberen Ecke im Varianten-Baum nicht eingebaut wurden. Der Aufwand dafür wäre einfach zu groß.


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Über die Reduzierung der weißen rechten oberen Ecke.



Dia. 11.51: "Semeai ohne vorherige Reduktion rechts oben."

Eine Reduzierung des weißen Gebiets rechts oben ist solange ohne Belang, wie sich Schwarz sicher sein kann, dass

- Weiß die Semeai-Variante wählt und
- jeden der schwarzen Züge einen zusätzlichen weißen Zug veranlasst.

Das hier ist die Endstellung, wenn man dem "offiziellen" Hauptpfad folgt, die Reduktionszüge rechts oben nicht spielt und Weiß die Semeai-Variante wählt.

Weiß: 68 + 57 = 125
Schwarz: 77 + 50 = 127

Schwarz gewinnt mit 2 Punkten.

Dia. 11.52: "Semeai mit "offizieller" Reduktion rechts oben."

Die Endstellung, wenn Schwarz die "offiziellen" Resuktionszüge rechts oben gespielt hat.

Weiß: 65 + 60 = 125
Schwarz: 77 + 50 = 127

Das Ergebnis bleibt bei S + 2.

Jede schwarze Handlung rechts oben, jeweils gefolgt von einem weißen Zug, ist für das Ergebnis ohne Belang, wenn die schwarze Gruppe rechts oben sowieso vom Brett genommen wird.

Dia. 11.53: "Semeai mit Guzumi und Hasami-Tsuke."

Weiß: 62 + 63 = 125
Schwarz: 77 + 50 = 127

Auch nach Guzumi und Hasami-Tsuke bleibt der Endstand bei S + 2.

Dia. 11.54: "Schlagen der Zentrumsgruppe ohne vorherige Reduktion rechts oben."

Aber Weiß steht es frei, die Schlagen-Version zu wählen.

Dieses Diagramm zeigt die Endstellung der "offiziellen" Hauptpfades ohne die Reduktionszüge rechts oben, jedoch mit Yamada Shinjis "frühem" Tsuke, wobei Weiß die schwarze Zentrumsgruppe geschlagen hat.

Die rechte obere Ecke ist 6 Punkte größer, verglichen mit dem "offiziellen" Hauptpfad.

Weiß: 61 + 47 = 108
Schwarz: 65 + 39 = 104

Weiß gewinnt mit 4 Punkten.

Somit ist die Reduzierung des weißen Gebietes recht oben für Schwarz notwendig, um Weiß zu zwingen, die Semeai-Variante zu wählen, die ja mit dem "üblichen" Ergebnis von S + 2 endet.


Dia. 11.55: "Schlagen der Zentrumsgruppe mit "offizieller" Reduktion rechts oben."

Weiß: 55 + 47 = 102
Schwarz: 65 + 39 = 104

Wenn wir die drei "offiziellen" Reduktionszüge rechts oben verwenden, erhalten wir einen Endstand von S + 2.

Semeai-Version und Schlagen-Version sind hier gleichwertig.

Somit ist vielleicht jeder weitere Versuch jenseits der drei "offiziellen" Reduktionszüge, ein noch besseres Ergebnis für Schwarz zu erreichen, als nicht erforderlich angesehen worden, um eine vollwertige "Lösung" dieses Problems bereitzustellen.

Aber machen Sie sich klar, dass sich die Situation dramatisch mit Joachims Oki wandelt.

White: 55 + 47 = 102
Black: 65 + 39 = 104

Dia. 11.56: "Schlagen der Zentrumsgruppe mit Guzumi, Hasami-Tsuke und Oki."
Wenn mein Guzumi, Harrys Hasami-Tsuke und Joachims Oki gespielt wurden, ergibt sich als Endergebnis S + 5. Schwarz hat 3 Punkte mehr als erforderlich.

Weiß: 48 + 48 = 96
Schwarz: 62 + 39 = 101

Joachims Oki gewinnt 4 Punkte für Weiß.
Harrys Hasami-Tsuke gewinnt 4 Punkte für Schwarz.
Mein Guzumi gewinnt 3 Punkte für Schwarz und ist die Voraussetzung für Harrys Hasami-Tsuke.
S + 2 - 4 + 4 + 3 = S + 5

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Unsere aktuelle Lösung.



Dia. 11.61: "S 1 - W 18"



Dia. 11.62: "S 19 - W 64"


 

Dia. 11.63: "S 65 - W 72"

S 65 = mein Guzumi.
S 69 = Harrys Hasami-Tsuke.

Alternativ wäre auch die Reihenfolge 67 - 69 - 71 - 65 für die schwarzen Züge möglich.

Dia. 11.64: "S 73 - W 92"



Dia. 11.65: "S 93 - W 128 (1 = 101)"



Dia. 11.66: "S 129 - W 136"



Dia. 11.67: "S 137 - S 145"

W 138 = Yamada Shinjis Tsuke.


Dia. 11.68: "W 146 - S 157"

A = Weiß spielt das Semeai (korrekt).
B = Weiß schlägt die schwarze Zentrumsgruppe.

 

Dia. 11.69: "W 158 - S 161"


 

Dia. 11.70: "W 162 - W 166"


 

Dia. 11.71: "S 167 - W 174"


 

Dia. 11.72: "S 175 - S 179"


 

Dia. 11.73: "Das Ende"


 

Dia. 11.74: "Das Endergebnis"

Schwarz gewinnt mit 2 Punkten.

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Dia. 11.75: "W 158"

Weiß schlägt die schwarze Zentrumsgruppe.

 

Dia. 11.76: "S 159"


 

Dia. 11.77: "W 160 - W 166"

W 160 = Joachims Oki.

 

Dia. 11.78: "S 167 - "S 177


 

Dia. 11.79: "Das Ende"


 

Dia. 11.80: "Das Endergebnis"

Schwarz gewinnt mit 5 Punkten.

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Das Guzumi gibt Schwarz Wahlmöglichkeiten.



Dia. 11.91: "Drei weiße Gruppen, die noch nicht leben."

Im "klassischen" Hauptpfad gibt es für Schwarz keine Wahlmöglichkeiten, alle verfügbaren Optionen liegen auf Seiten von Weiß. Das Guzumi, auch wenn es Nachhand ist, bringt Schwarz solche Wahlmöglichkeiten zurück. Nun geraten die Probleme in den Fokus, die Weiß mit dem unabhängigen Leben ihrer markierten Gruppen oben, unten und links (insbesondere deren unteren Teil) besitzt.

Dia. 11.92: "Sicherheit für die Gruppe links."

Züge, die verhindern, dass Schwarz einen entscheidenden Teil der weißen Steine am linken Rand fängt.

Dia. 11.93: "Sicherheit für die Gruppe oben."

Züge, die verhindern, dass Schwarz die weiße Gruppe am oberen Rand in Gefahr bringt.

Dia. 11.94: "Sicherheit für die Gruppe unten."

Züge, die verhindern, dass Schwarz die weiße Gruppe am unteren Rand fängt.

Dia. 11.95: "Zusammenfassung."

Zusammengenommen verbleibt nur noch eine Option für Weiß, die alle ihre Probleme löst - M !

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Ein neuer Typ von Seki.



Dia. 11.101: "S 63 - W 100"

S 63:
Schwarz wählt eine andere Möglichkeit, die weißen Gruppen im Zentrum zu trennen.

W 64:
Weiß kann nicht auf 65 schneiden, dieser Zug führte zu einem Halbbrett-Seki.

W 80:
Weiß dringt in die schwarze Ecke ein. Folgt sie stattdessen mit 98 gleich dem Hauptpfad, wird sie im Vergleich dazu zwar einige Punkte gut machen, Schwarz wird jedoch weiterhin gewinnen.
Folgt Schwarz anschließend grundsätzlich dem Hauptpfad weiter, wird nach 100 ersichtlich, dass Weiß links eine Freiheit mehr besitzt als sonst und folglich das Semeai mit der schwarzen Gruppe rechts oben gewinnen wird.

S 91:
Interessanter könnte es für Schwarz sein, mit A seine Steine links zu retten. Das führt wahrscheinlich zu einem Ko in der linken oberen Ecke und Weiß wird schließlich gewinnen.

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Dia. 11.102: "W 64 - S 97"

64:
Weiß schneidet.

97:
Nach diesem Zug wird klar, dass Schwarz mehr Gebiet besitzt als Weiß und gewinnen wird.

Dia. 11.103: "Ein neuer Typ von Seki."

Zur Verdeutlichung haben wir einige Steine hinzugefügt (Ÿ), jedoch auf die Darstellung der weitere Besetzung der Freiheiten verzichtet.
Auf der rechten Seite ist ein gigantisches Seki entstanden. Die weiße Gruppe im Zentrum ist augenlos. Die schwarze Gruppe rechts oben besitzt zwar ein Auge, wird jedoch die augenlose weiße Gruppe ganz im Gegensatz zur sonstigen Erfahrung mit "me ari me nashi" nicht vom Brett nehmen können.

Dia. 11.104: "Weiß schlägt die schwarze Gruppe."

Nachdem Weiß die schwarze Zentrumsgruppe geschlagen hat, ...

Dia. 11.105: "Schwarz schlägt zurück."

...

Dia. 11.106: "W 1 - S 2"

... kann sie anschließend die schwarze Gruppe rechts oben nur schlagen, ...

Dia. 11.107: "W 3 - W 9"

...wenn diese maximal fünf Freiheiten besitzt, also mit 9 geschlagen werden kann.

Dia. 11.108: "Schwarz schlägt drei weiße Steine."

Schwarz seinerseits kann die drei weißen Steine unten nur dann erfolgreich schlagen, ...

Dia. 11.109: "S 1 - S 7"

... wenn die weiße Zentrumsgruppe nicht mehr als vier Freiheiten besitzt und mit 7 geschlagen werden kann.

Da folglich keine Seite die Anzahl der gemeinsamen Freiheiten im oberen Teil des Seki auf vier reduzieren darf, wird das Seki bestehen bleiben.

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Dia. 11.111: "W 80 - W 94"

W 80:
Weiß folgt dem Hauptpfad.

Dia. 11.112: "Vergleich mit unserer Lösung."

Das ist das resultierende Endspiel auf der linken Seite. Weiß hat oben einen Punkt mehr als sonst (Ÿ) und Schwarz hat einen weißen Stein nicht bekommen (∆). Unten konnte Schwarz einen Stein retten (∆).
Resultierend beträgt der weiße Vorteil einen Punkt.

In der Semeai-Variante gewönne Schwarz dann mit 1 statt mit 2 Punkten.
In der Schlagen-Variante würde der schwarze Vorsprung von 5 auf 2 Punkte schmilzen, denn Weiß schlägt im Zentrum einen weiteren schwarzen Stein (∆).
Folglich gäbe es keinen Raum mehr für einen 71. schwarzen Stein.

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Dia. 11.121: "S 91 - W 106"

S 91:
Schwarz rettet seine Steine am linken Rand, zwingt Weiß dort bis 97 zum Leben und sichert sich anschließend mit 99 oben rechts zwei Augen.

W 100:
Weiß greift jetzt in der linken oberen Ecke an und erreicht bis 108 ein Ko, das Schwarz nicht gewinnen kann. Zum einen besitzt Weiß mehr Ko-Drohungen als Schwarz, zum anderen ist Schwarz dadurch gehandicapt, dass er früher oder später zur linken oberen Ecke zurückkehren muss, um seine Teilgruppe dort zum Leben zu bringen.
Weiß wird einige schwarze Steine fangen und gewinnen.

Dia. 11.122: "S 107 - S 111"

Vielleicht geht die Abfolge wie hier weiter. Aber nehmen Sie das unter Vorbehalt, denn Ko ist mein Blinder Fleck.

Dia. 11.123: "W 112 - S 114"

...

Dia. 11.124: "S 115 - W 118"

Schwarz hat keine Drohungen mehr, die die Rettung seiner Zentrumsgruppe bewirken würden. Also kann er das Ko mit 117 beenden. Weiß fängt einige schwarze Steine, was ausreicht, um mit wenigen Punkten zu gewinnen.

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Die Grafiken der Diagramme wurden erstellt mit "SGF conversion" auf Jan van der Steen's GoBase.org.
Zusammengestellt von Thomas Redecker.

(c) DGoB -  letzte Aktualisierung: 2011-03-31 20:00, TRMDPE@t-online.de